Brasilien

Klima und Geographie

Brasilien ist der fünftgrößte Staat der Welt und ist mit seinen über 195 Millionen Einwohnern gleichzeitig auch der bevölkerungsreichste Staat in Südamerika. Auch flächenmäßig ist Brasilien riesig und macht ganze 47% also fast die Hälfte des Kontinents aus. Durch seine enorme Größe ist die Landschaft Brasiliens extrem vielfältig. So ist die nördliche Gegend mit riesigen Regenwäldern bewachsen, während die Landschaft im Süden von Gebirgen und Hochebenen geprägt ist.

Im Mittelwesten Brasiliens befinden sich ausgedehnte Savannengebiete, in denen der Großteil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse des Landes hergestellt werden, die aber relativ dünn besiedelt sind. Der größte Teil der Bevölkerung lebt nahe der Atlantikküste, an der auch nahezu alle größeren Städte Brasiliens zu finden sind.

In fast ganz Brasilien herrscht tropisches Klima, das über das ganze Jahr nahezu konstant bleibt. Der Süden ist die einzige Region Brasiliens, in der gemäßigtes Klima herrscht. Über weite Teile des Landes ergießen sich andauernde Niederschläge, in höheren Lagen sowie im Süden teilweise auch als Schnee. Im Nordosten gibt es aber auch extrem trockene Gebiete, die vereinzelt mit schlimmen Dürrezeiten zu kämpfen haben.

Geschichte, Kultur und Sehenswertes

Für die starke Besiedlung Brasiliens lange vor der portugiesischen Kolonisation gibt es zahlreiche Beweise in Form von Höhlen, Keramiken und ähnlichem. 1494 wurde Brasilien dann im Vertrag von Tordesilhas Portugal zugesprochen und von portugiesischen Kolonialisten eingenommen. Da die einheimischen Indios, die europäischen Krankheiten nicht viel entgegenzusetzen hatten, durch extrem harte Arbeit und schlechte Behandlung in enormen Massen zu Tode kamen, begannen die Portugiesen bald, afrikanische Sklaven ins Land zu bringen, weshalb bis heute ein großer Teil der Brasilianer afrikanische Wurzeln hat. 1807 fand der portugiesische König João VI. in Brasilien Zuflucht, da französische Truppen nach Portugal eingefallen waren. Durch diese Übersiedlung des Königs mitsamt seinem Hofstaat erlangte Brasilien einen gleichberechtigten Status neben dem Mutterland Portugal. 1822 erklärte König João VI. Sohn, den dieser in Brasilien lies, um in Portugal seinen Machtanspruch zu bewahren, offiziell die Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal.

Aufgrund seiner extremen Größe und der enorm vielen Einwohner hat Brasilien in kultureller Hinsicht natürlich unendlich vieles zu bieten. Ob Kunst, Musik, Kulinarisches, Architektonisches oder Sport, für jedes Interessengebiet gibt es in Brasilien faszinierende und fesselnde Sehenswürdigkeiten. Besonders die großen Städte pulsieren und haben ein kaum zu überblickendes Angebot an kulturellen Angeboten.

São Paulo ist die wichtigste Stadt in Brasilien – wirtschaftlich, finanziell und kulturell gesehen. Sie ist mit insgesamt rund 19,5 Millionen Einwohnern der größte Ballungspunkt in Lateinamerika. Damit ist sie zudem die bevölkerungsreichste Stadt auf der Südhalbkugel und eine der größten Metropolen der Welt. Tendenziell wird São Paulo allerdings nicht primär als Touristen-Destination in Brasilien gesehen, obwohl hier viele interessante Sehenswürdigkeiten zu finden sind.

So findet man hier das Theatro Municipal, welches Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurde, ebenso das sehr moderne Kunstmuseum São Paulo, mit der bedeutendsten Kunstsammlung Südamerikas. Aufgrund des sehr multikulturellen Charakters der Stadt wird São Paulo oft auch als New York Brasiliens bezeichnet. Ein sehr interessantes Highlight ist auch der Parque do Ibirapuera, ein 1,6 Millionen m² großer Park mit vielen Gärten und Seen und einem Planetarium, welches eines der modernsten Geräte der Weltraumforschung beinhaltet.

In Rio de Janeiro, welches hinter São Paulo die zweitgrößte Stadt in Brasilien ist, leben über sechs Millionen Menschen. Diese Stadt hat unglaublich viel zu bieten und ist ein Must-Have-Seen in Brasilien. Das Wahrzeichen der Stadt ist zweifelsohne die Christusfigur auf dem Berg Corcovado. Diese Christusstatue ist 30 Meter hoch, steht auf einem 8 Meter hohen Sockel und wiegt sage und schreibe 1145 Tonnen. Neben dieser Statue ist auch der berühmte Zuckerhut und der Strand des Stadtteils Copacabana eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit.

Als das Highlight in Rio de Janeiro ist sicher auch der jährliche bunte Karneval in Rio zu nennen. Offiziell beginnt er am Freitag vor Aschermittwoch und wird mit farbenprächtigen Paraden der verschiedenen Sambaschulen der Stadt gefeiert. Der Karneval in Rio de Janeiro gehört zu den größten Paraden der Welt.  Gerade zu dieser Zeit mieten sich viele Urlauber eine Ferienwohung in Brasilien. Auf der großen Tribüne in Rio haben rund 60.000 Menschen Platz, die die täglichen Paraden sehen wollen. Der bekannteste Abschnitt der Parade ist das Sambódromo; eine 700 Meter lange Arena, die immer als Start der bis zu zwölf Stunden dauernden Parade ist.

Anreise und Unterkunft

Von der Tatsache, dass ein Flug nach Brasilien, wie jeder Langstreckenflug, nicht ganz billig ist, einmal abgesehen, ist die Anreise nach Brasilien unproblematisch möglich. Es gibt in Brasilien mehrere internationale Flughäfen, die von zahlreichen Fluggesellschaften abgeflogen werden. Aus Deutschland ist ein Direktflug nach Brasilien von München und Frankfurt aus möglich.

Was die Unterkunft in Brasilien betrifft, so ist das Angebot je nach Region sehr verschieden. In den großen Städten gibt es Hotels, in kleineren Orten ist die Auswahl schon deutlich kleiner. Preislich variieren die Hotels stark, je nach dem, ob man ein luxuriöses 5-Sterne-Hotel oder eine sehr einfach Unterkunft gebucht hat. Für Reisende, die den brasilianischen Karneval einmal erleben wollen, ist es ganz wichtig, sich sehr früh um eine Unterkunft zu bemühen. In Rio etwa sind sämtliche Hotels schon lange im Voraus ausgebucht oder nur noch zu Wucher-Preisen zu bekommen. Eine günstige Variante in Brasilien Urlaub zu machen, stellen Jugendherberge oder sogenannte Dormitórios, in denen man in schlichten Mehrbettzimmern zu außerordentlich günstigen Preisen übernachten kann, dar. Eine absolute Besonderheit Brasiliens sind die neu entstandenen Ökohotels. Diese oft sehr teuren, dafür aber auch absolut luxuriösen Hotels im oder in direkter Nähe zum Regenwald, teilweise als Baumhotels angelegt, bieten Abenteuertouren in den Regenwald an und setzen hinterher einen merkwürdig luxuriösen Rahmen, um sich seinem Abenteuer zu erholen.