Nordamerika

Nordamerika, drittgrößter Kontinent nach Asien und Afrika mit einer Fläche von 24.930.000 km², ist von allen Seiten umgeben vom Ozean. Im Norden vom Arktischen Meer, im Osten vom Atlantik südlich der Karibik und westlich vom Pazifischen Ozean. Außer im Süden grenzt Nordamerika an keinen anderen Kontinent. Die südliche Grenze wird aus geografischer Sicht am Isthmus, der Landenge auf der Höhe von Tehuantepec in Mexiko gezogen. Nord- und Südamerika sind nicht von ihrem Entdecker Christoph Kolumbus benannt, sondern von dem Mann, der gemerkt hat, dass es sich um einen eigenständigen Kontinent handelt. Sein Name lautet Amerigo Vespucci. Zu Nordamerika gehören Grönland, Kanada, USA, Mexiko, Zentralamerika und diverse Inseln.

Geografische Lage

Nordamerikas Fläche liegt größtenteils auf der nordamerikanischer Platte, der andere Teil auf der pazifischen Platte. Hier handelt es sich um die Halbinseln Niederkalifornien in Mexiko und den Küstenstreifen Kalifornien.

Im Westen von Nordamerika sind die Rocky Mountains, Alaska, Kordilleren und die Sierra Madre Occidental. Letztere ist vor 80 Mio Jahren durch den Druck der pazifischen Platte auf die Nordamerikanische entstanden. Die Westküste wird zeitweise von Erdbeben erschüttert, denn hier verläuft die Grenze zwischen zwei tektonischen Platten der Erdkruste. Und in dem sich die Platten bewegen, verursachen sie Erdbeben.

Zu den ältesten Gebirgen der Welt zählen die Appalachen auf der östlichen Seite. Der höchste Punkt ist der 6194 Meter hohe Mount McKinley in der Alaska Kette. Große Seen aus der letzten Eiszeit befinden sich zwischen Kanada und den USA, wobei der Obere See mit seinen 82 Tausend km² der zweitgrößte der Welt ist. Eine zentrale Tiefebene mit so bekannten Flüssen wie der Missouri und der Missisippi namens Great Plains befindet sich zwischen den Appalachen und den Rocky Mountains. Leider ist diese Ebene auch für den Entstehungsort von Tornados bekannt.

Geographisch gesehen ist ein Ort in North Dakota, Rugby seit 1931 der Mittelpunkt Nordamerikas.

Einwohner und Regionen

Nach der Entdeckung Amerikas 1492 durch Christoph Columbus waren Spanier die ersten Europäer, die im südlichen Nordamerika blieben. Bald kontrollierten sie karibische Inseln Zentralamerika und Mexiko.

Nordamerika, das spätere Kanada wurde von dem Italiener Caboto 1497 entdeckt. Den Kontinent teilten sich Spanier, Franzosen und Engländer. Erste Siedlungen hießen zunächst Jamestown und Plymouth Rock und sind heute als Virgina und Massachusetts bekannt. Ebenso wie die französiche Siedlungen Nova Scotoa und Quebec.

Die Landenge von Panama ist die Verbindung von Nord- und Südamerika. Obgleich Zentralamerika im grunde eine Region ist, die zu Nordamerika gehört, wird es hier und da als eigener Kontinent betrachtet.

Länder die zu Nordamerika gehören :

USA, Trinidad und Tobago, St. Vincent, St. Lucia ,St. Kitts and Nevis, Panama, Nicaragua, Mexiko, Jamaica, Honduras, Haiti, Guatemala, El Salvador, Dominican Republic, Dominica, Cuba, Costa Rica, Canada, Belize, Barbados, Bahamas, Antigua.

Klima

In Nordamerika existieren die unterschiedlichsten Klimaverhältnisse. So herrschen im äußersten Norden polare Bedingungen, im Süden Mexikos und in Florida dagegen herrschen tropische Verhältnisse. Ein weitestgehend kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern ist im Landesinneren zu finden. Dadurch bleibt diese Region jedoch ebenso wenig wie der Rest des Landes von den heftigen Wirbelstürmen verschont.

Sowohl Vegetation als auch die Tierwelt passen sich der jeweiligen Klimazone an. Im Norden leben Eisbären und Rentiere, in den großen Waldgebieten Kanadas Wölfe, Bären und andere Pelztieren und in den Prärien des Westens zogen riesige Büffelherden durchs Land, die im 19. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet wurden. Lediglich in Naturreservaten gibt es heute noch Büffelherden. Die größten Reservate wie der Yellowstone National Park und der Yosemite Nationalpark, die Sümpfe der Everglades schützen Pflanzen und Tierwelt Nordamerikas in riesigem Ausmaß.

Bevölkerung

An die 296 Mio Menschen leben in den USA, 106 Mio in Mexiko und 33 Mio in Kanada, das an Ausdehnung Mexiko und USA übertrifft. In Grönland leben 56 000 Menschen.

Indianer waren die ersten Ureinwohner Nordamerikas. Der Kontinent war relativ dünn besiedelt. Nur in den mexikanischen Städten wurde eine hohe Bevölkerungsdichte erreicht. Heute stellen die Nachkommen der eingewanderten Weißen mit 80 Prozent den größten Bevölkerungsanteil. In Mexiko sind rund 80 Prozent der Einwohner Mestizen. Das bedeutet, sie haben sowohl europäische als auch indianische Vorfahren. Die meisten Schwarzafrikaner verzeichnen die USA mit 13 Prozent. Im äußersten Norden des Kontinents leben Inuiten.