Tibet

Der Begriff Tibet gilt heutzutage sowohl für das gesamte Hochland als auch für das Autonome Gebiet, welches im Süden Tibets liegt. Die Gebiete Tibets im Norden und Osten gehören zu den chinesischen Provinzen Qinghai, Gansu, Sichuan und Yunnan.

Klima und Geographie

Im äußersten Süden umfasst das Hochland von Tibet einen beträchtlichen Teil des Himalaya-Gebirges. Es liegt im Schnitt auf einer Höhe von 4500 Metern und ist die höchste Region der Welt. Gern wird das Hochland von Tibet auch als das Dach der Welt bezeichnet.

Das in Tibet herrschende Hochlandklima zeichnet sich durch große Temperaturschwankungen und viel Sonne aus. Auch das Temperaturgefälle zwischen Süd- und Nordtibet ist enorm.

Während der Norden, das Zentrum und der Westen fast unbewohnbar sind, leben die meisten Einwohner im Südosten Tibets. Hier ist das Klima angenehmer. Es herrscht hier eine Durchschnittstemperatur von 6,5 bis 9 Grad. Im Südosten sind auch die Städte Lhasa, Gyantse und Shigatse angesiedelt. Der restliche Landesteil gilt als Permafrostgebiet.

Geschichte und Kultur

Von Beginn des 7. Jahrhunderts bis zum heutigen Tage ist die Geschichte Tibets geprägt von landesinternen Machtkämpfen und ausländischen Invasionen.

Nach 10 Jahren chinesischer Herrschaft (1949 bis 1959) und der Zerschlagung zahlreicher Widerstandsbewegungen der der damit verbundenen Ermordung vieler Tibeter und der Zerstörung vieler Klöster, kommt es am 10.03.1959 zum Volksaufstand.

Nach der blutigen Niederlage kann der Dalai Lama gerade noch rechtzeitig in das Exil nach Indien fliehen.

Zahlreiche Übergriffe und Gewaltausbrüche führen nach der Verkündung der Autonomen Region Tibet seitens Peking in den Jahren 1966-76 zu der Großen Proletarischen Kulturrevolution.

1,2 Millionen Menschen sterben und von den Tempeln und Klöstern bleibt fast nichts erhalten. Nach deren systematischer Zerstörung verbleiben lediglich 12 Klöster.

Schlechte Lebensbedingungen und mangelnde grundlegende Menschenrechte führen immer wieder zu Aufständen.

In den Jahren 1987-89 wird über Lhasa sogar der Kriegszustand verhängt. Der Dalai Lama versucht eine Lösung über den „Mitteleren Weg“ indem nur eine Autonomie Tibets fordert anstatt einer Unabhängigkeit. Die Situation gipfelt in der Ablehnung dieser Forderung und Ermordung von über 200 Menschen im März 2008 – darunter auch viele Mönche und Nonnen.

Bis heute scheint keine Änderung in Sicht.

Anreise

Wenn man nach Tibet reisen möchte, ist ein Chinavisum und eine spezielle Einreisegenehmigung für Ausländer von Nöten. Das Visum kann direkt bei der chinesischen Botschaft beantragt werden; die spezielle Einreisegenehmigung ist vor Ort in Tibet zu beantragen.

Am besten kann man entweder April bis Juni oder Ende August bis Oktober reisen. Man sollte allerdings berücksichtigen, dass Juli bis Ende August mit Regen oder auch Schnee zu rechnen ist.

Der Anreiseflughafen ist der Gongkar-Airport, 90 km südlich von Lhasa. Er wird täglich angeflogen von Chengdu, Peking und Shanghai. Von Kathmandu starten die Flieger nur 3 Mal wöchentlich. Tibetreiseexperte.de bietet hochwertige Tibet Reisen an.