Namibia

Namibia – Das Land der Gegensätze

Die heutige Landregion rund um das Urlaubsziel Namibia zählt zu den ältesten Gebieten der Welt. Vor etwa zwei Milliarden Jahren härtete hier die Erdkruste zuerst aus und formte bizarre Landschaften. Für Natur- und Landschaftsfotografen ein wahres Mekka. Wen wundert es, dass viele Urlauber die einmal in Namibia gewesen sind, wieder hier her kommen.

Klima

Heiß und Trocken. So kurz kann man die klimatischen Bedingungen bei einer Namibia Reise zusammenfassen. Das mit trockenste Gebiet der Erde bekommt in den westlichen und südlichen Landesteilen manchmal Jahrelang keinen Regen ab Einige Regionen des Landes erhalten im Durchschnitt nur 50mm Niederschlag pro Jahr. Die hier lebenden Tiere und Pflanzen haben sich so an diese Bedingungen angepasst, dass sie sich lediglich von dem Niederschlag des Nebels ernähren, welcher Nachts von der Küste aus bis zu 50 Kilometer in das Landesinnere zieht. Gegen Mittag ist er dann meist wieder verschwunden und die Sonne strahlt mit einer enormen Energie auf den sandigen Boden. In den Wintermonaten Mai bis August erreichen die Temperaturen tagsüber doch schon mal 25°C, wobei es sich nachts allerdings bis auf den Gefrierpunkt abkühlen kann.

Geschichte und Kultur

Das Gebiet um das heutige Namibia wurde während der deutschen Kolonialzeit von der deutschen Schutztruppe besetzt, da zuvor Handelsvertreter dieses Gebiet für ihre kaufmännischen Aktivitäten gefunden hatten. Unter der Bezeichnung Deutsch-Südwest-Afrika war geplant eine Landverbindung von der West zur Ostküste Afrikas zu errichten um Güter aller Art durch das Land zu transportieren. Die unwirkliche Landschaft machte den deutschen Ingenieuren allerdings einen Strich durch die Rechnung und somit wurde das Land unter die Verwaltung von Südafrika gestellt. Dieser Zeit allerdings hat man zu verdanken, dass sich im ganzen Land Menschen ansiedeln konnten und auch erfolgreiche Unternehmen entstanden sind. Nicht zuletzt wird man heute noch von den einheimischen, auch in den abgelegensten Orten, in deutsch angesprochen. Die Hererofrauen tragen noch heute ihre traditionellen Kleider die den Kleidern der deutschen Hausfrauen in der Kolonialzeit ähneln. Seit 1990 ist Namibia Eigenständig und lebt vor allem von Bodenschätzen sowie vom Tourismus. Englisch wurde anstelle des Afrikaans als offizielle Landessprache eingeführt.

Anreise

Wer von Deutschland aus mit dem Zug zum Flughafen fährt, muss mitunter schon mal 24 Stunden einplanen bis er dort ist wo er hin will. Der Flug selber dauert etwa 10 Stunden (Direktflug Frankfurt – Windhoek), es sei denn man möchte einen Abstecher nach Südafrika unternehmen. Hierfür stehen Flüge über Johannesburg bereit. Günstige Flüge werden auch über Amsterdam oder London angeboten. Der Anflug zum Flughafen Windhoek ist schon etwas spektakulär, da man denkt mitten in der Savanne zu landen. Etwa 40 Kilometer von der Hauptstadt entfernt befindet man sich hier auf fast 2000 Metern Höhe. Von hier aus erreicht man alle Urlaubsziele im Land auf gut ausgebauten Straßen, lediglich die Wüstengebiete der Namib im Süden sollten mit einem geländegängigen Fahrzeug erkundet werden. Alle anderen Gebiete erreicht man im durchschnitt in drei bis fünf Stunden mit dem Auto.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Victoriafälle im Caprivi

  • Lake Otjikoto bei Tsumeb

  • Der Etosha Nationalpark

  • Die Küstenstadt Swakopmund

  • Die Robbenkolonie am Cape Cross

  • Die höchsten Dünen der Welt bei Sossusvlei

  • Der zweit-tiefste Canyon der Welt, der Fish-River-Canyon