Ghana
Gelegen in Westafrika, mit einer Fläche etwa halb so groß wie Deutschland und einer Einwohnerzahl von circa 25 Millionen stellt dieses Land politisch betrachtet einen ungemein wichtigen Stabilitätsfaktor für ganz Schwarzafrika dar. Es war auch das zweite schwarzafrikanische Land, das 1957 seine Unabhängigkeit erlangte. Am besten und preisgünstigsten erreicht man Ghana mit der KLM via Amsterdam. Mit etwa 700 Euro ist man dabei. Die Lufthansa bietet Direktflüge an, ist aber doch teurer. Bis zum April diesen Jahres flog noch „Ghana International“ einmal wöchentlich direkt von Düsseldorf, aber die Airline ging im isländischen Ascheregen pleite. Ähnlich erging es vor einigen Jahren schon „Ghana Airways“. Es muss also nicht unbedingt am Ascheregen gelegen haben.
Man erreicht die Hauptstadt Accra am Kotako International Airport. Eigentlich ist dieses Land hervorragend für Individualtouristen geeignet, da man sich überall sicher sein kann und keine Überfälle oder Geiselnahmen fürchten muss. Auch muss man nicht unbedingt vorab Hotelbuchungen durchführen, da sich überall preiswerte und saubere Guesthouses finden. Ghana ist touristisch wohl recht gut erschlossen, hat jedoch solche überragenden Sehenswürdigkeiten wie einen Kilimandscharo oder einen Victoria Wasserfall nicht zu bieten. Dafür hat es aber schöne saubere Strände und auch den Mole-Nationalpark im Norden des Landes, der für eine geführte Safari durchaus geeignet ist.
Die Festungen Cape Coast Castle und Elmina sind für geschichtsbewusste Touristen sehr interessant, stellten sie doch Zentren für die Verschleppung der Sklaven aus Westafrika dar. Der Volta Stausee ist einer der größten der Welt und versorgt das Land zu 80 Prozent mit Elektroenergie.
Die Vegetation ist üppig und grün, geht im Norden allerdings in eine Savannenlandschaft über. Den Charme des Landes machen sicherlich seine Menschen aus. Überall wird man freundlich begrüßt und die Lebensfreude der Ghanaer ist ansteckend. Folkloristische Events werden nicht ausschließlich für Touristen dargeboten, man braucht sich nur durchfragen und wird an Wochenenden schnell fündig, wenn man Drums hören will und Stammestänze sehen möchte.
Zu empfehlen ist eine Gelbfieber Schutzimpfung sowie eine Malaria Prophylaxe. Der Verfasser dieses Artikels hat mit dem Medikament Lariam gute Erfahrungen gemacht. Es ist nicht sehr angenehm, wenn man mit Malaria im Ausland flach liegt.

